Titel: Ueber den Antimongehalt der glasigen arsenigen Säure von Andreasberg; von Dr. August Streng zu Clausthal.
Fundstelle: Band 156, Jahrgang 1860, Miszellen, S. 77
Ueber den Antimongehalt der glasigen arsenigen Säure von Andreasberg; von Dr. August Streng zu Clausthal. Bekanntlich werden in Andreasberg die arsenreichen und dabei stets antimonhaltigen Erze in einem besonderen Muffelofen einem Röstprocesse unterworfen, wobei die sich verflüchtigende arsenige Säure in Kammern aufgefangen wird. Das hier gewonnene Mehl wird darauf durch eine neue Sublimation gereinigt, wobei man die schöne völlig durchsichtige glasige arsenige Säure erhält. Da bei qualitativen Analysen im hiesigen Laboratorium sehr häufig in diesem Producte Antimon gefunden wurde, so ließ ich es quantitativ untersuchen und erhielt dabei folgendes Resultat: arsenige Säure 98,20 Antimonoxyd 1,68 ––––– 99,88 Es ergibt sich hieraus, daß gleichzeitig mit der arsenigen Säure auch eine verhältnißmäßig bedeutende Menge Antimonoxyd beim Rösten der Erze und beim Raffiniren des Arseniks verflüchtigt wird. (Berg- und hüttenmännische Zeitung, 1860, Nr. 13.)