Titel: Ueber Ichthyol.
Fundstelle: Band 254, Jahrgang 1884, Miszellen, S. 231
Ueber Ichthyol. Durch Destillation eines bituminösen Gesteines von Seefeld in Tirol erhält man eine zwischen 100 und 255° siedende Flüssigkeit, Ichthyol genannt, welche nach E. Baumann (Monatshefte für Dermatologie, 1884 Bd. 2 S. 257) ein specifisches Gewicht von 0,865 hat, neutral reagirt und nur geringe Mengen Pyridinbasen enthält. Aus diesem Schwefel und Stickstoff haltigen Oele gewinnt R. Schröder in Hamburg durch Behandlung mit concentrirter Schwefelsäure eine Sulfosäure, welche als Arzneimittel Verwendung findet.